Deutschlands Zeitenwende-Verteidigungstransformation hat über 100 Milliarden Euro an Sondermitteln bereitgestellt und die Luft- und Raumfahrt- sowie Verteidigungslandschaft in Europas größter Volkswirtschaft grundlegend umgestaltet. Kombiniert mit der Stärke der zivilen Luft- und Raumfahrt (Airbus-Endmontage Hamburg, Premium AEROTEC-Strukturen) hat sich die deutsche L&R M&A-Aktivität beschleunigt, da Käufer Positionen in neu finanzierten Verteidigungsprogrammen und etablierten Luft- und Raumfahrt-Lieferketten anstreben.
Was deutsche L&R-Bewertungen auszeichnet, ist die strukturelle Verschiebung bei den Verteidigungsausgaben kombiniert mit tiefen Luft- und Raumfahrt-Fertigungskapazitäten. Unternehmen, die für die Bundeswehr-Modernisierung positioniert sind-insbesondere in Digitalisierung, Mobilität und Munition-erzielen starkes Interesse. Die F-35-Beschaffung und die europäische FCAS/GCAP-Beteiligung schaffen langzyklische Programmchancen. Airbus-Strukturkomponenten-Lieferanten profitieren von attraktiven Produktionshochlauf-Dynamiken.
Bewertungsrahmen reflektieren den Wendepunkt bei Verteidigungsausgaben: verteidigungsfokussierte Unternehmen mit Bundeswehr-Programmpositionen handeln jetzt bei 7,5-10x EBITDA gegenüber historischen 7,5-14x Spannen. Luft- und Raumfahrt-Zulieferer erzielen 6,5-9x Multiplikatoren. Verteidigungselektronik und Software-Fähigkeiten ziehen 10-12,5x Prämien an, da Digitalisierung zur Priorität wird.
Das Käufer-Ökosystem umfasst europäische Verteidigungskonsolidierer (Rheinmetall war hochaktiv bei Akquisitionen), globale Primes auf der Suche nach deutschen Positionen post-Zeitenwende und PE-Firmen, die von der Ausgabentrajektorie angezogen werden.
Deutsche Auslandsinvestitionsprüfung (Außenwirtschaftsgesetz) prüft Verteidigungssektortransaktionen intensiv. Betriebsratskonsultation ist obligatorisch mit Mitbestimmungsrechten, die Deal-Prozesse beeinflussen. Technologietransferbeschränkungen nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz erfordern sorgfältige Bewertung.